Kategorie 'Sprachschüler'

No nos gusta el verbo “gustar”

Montag, den 15. Dezember 2008
Eigentlich sei es ja ganz leicht. Man müsse nur an „gefallen“ denken: Mir gefällt der Strand. Me gusta la playa. Aber trotzdem: Der Kurs ist sich einig, ein blödes Wort, dieses gustar.

Taichi, Acupunctura und der Imperativ

Samstag, den 13. Dezember 2008
Weniger lustig war die Stunde bei Jana, in der es erst heftige Diskussionen über alternative Medizin gab. Die Hälfte des Kurses glaubte daran, die andere Hälfte eher nicht. Placebo-Effekt oder Wunderheilmittel? Keine Ahnung! Bevor die Stunde durch - zwar kurzzeitig wichtige und die Vokabeln vertiefende - Plauderei gänzlich unnütz vertan wurde, brachte uns Jana schnell noch den Imperativ bei. Gibt es dafür nicht eine Heilmethode? Alternativ oder nicht – mir wäre alles recht.

Weihnachtenn in Spanien

Dienstag, den 9. Dezember 2008
Eine sehr ausgefallene Spanisch-Stunde gab es heute bei Jens im Hotel. Weil der gesamte Kurs etwas angeschlagen war (krank, müde oder schlicht gelangweilt,…) einigte man sich darauf, in aller Ruhe Turrón zu essen, Kaffee zu trinken und über Weihnachten in Spanien aufgeklärt zu werden. Schön und gut. Da ich keinen Kaffee mag, bekam ich erst mal Whiskey, was lustig machte, aber im Grunde noch müder. Die beiden anderen begannen, sich über spanisches Weihnachtsgebäck auszulassen: Das sei ja viel zu süß und ach, Kokosbällchen? Bolitos de coco? Nee, damit könnte man ja gar nichts anfangen. Im Übrigen war das Turrón leider von den Putzfrauen vernichtet worden und die Polvorones waren auch nicht mehr vorrätig. Wie gut, dass noch ein Stück echt deutscher Stollen da war. Mit einer Weihnachts-CD, die ein amerikanischer Gast da gelassen hatte und die uns bald voll mit klebrigen Liedern à la Silent Night schnulzte, einer ...

Mein Unterricht

Sonntag, den 9. November 2008
Die Sothis-Sprachschule liegt ca. 2 Kilometer vom Hotel entfernt in dem idyllischen Viertel von Puerto de la Cruz „La Paz“. Obwohl man eine gute halbe Stunde laufen muss, lohnt sich der Spaziergang: schon früh um zehn flanieren Touristen die Gassen entlang. Ich geselle mich zu ihnen, genieße die Meerluft, komme an der kleinen Kirche des Ortes vorbei (Iglesia Nuestra Señora de la Pena de Francia) und klettere dann den „Ziegenweg“ nach oben (Camino de las Calabras). Ein wenig versteckt liegt schließlich in der Calle Almácigo, direkt unterhalb des Botanischen Gartens, die Sprachschule. Die nette Señora am Eingang macht mir erst mal Kaffee, es sei doch recht kalt geworden, jetzt gegen Ende November. Nach diesem Anstieg läuft mir noch der Schweiß aus allen Poren und da ich erst vor ein paar Tagen aus dem nasskalten, ungemütlichen Deutschland angereist bin, wo es zwei Grad unter Null hatte, sage ich erst einmal ...

Wie Heidi in den Wolken sein

Dienstag, den 28. Oktober 2008
Eine neue Mitschülerin löste im Kurs bei Carmen gleich eine Diskussion über Vornamen aus: Heidi, die bei den Spaniern entweder Haidy heißt oder He-idi, so wie Te-ide, der heißt ja schließlich auch nicht Taide. Carmen Schulz, unsere Lehrerin, wird hier meist „Chul“ geschrieben und ihr Bruder Siegfried heißt bei allen, allen voran bei seiner Mutter: Sifri. Wer denkt sich auch so dämliche deutsche Namen aus? Für Dagmar oder Paul-Gerhard gibt es gar keine Entsprechung. Und wie heißt Jürgen? Jorge? Das ist dann wohl eher der Georg… Wir wurden außerdem noch darüber aufgeklärt, dass es in Spanien bis vor kurzem noch gängig, ja PFLICHT, war, seinen Kindern biblische Namen zu geben. So hießen dann alle irgendwie Maria oder Jesus oder Josef: Josef Maria oder Maria Josef oder Jesus Maria! (Bei uns ja wohl eher ein Ausdruck des Erstaunens…) Belén, also Betlehem oder Namen die übersetzt Wiedergeburt, Unschuld oder ...