Weihnachtenn in Spanien
Eine sehr ausgefallene Spanisch-Stunde gab es heute bei Jens im Hotel. Weil der gesamte Kurs etwas angeschlagen war (krank, müde oder schlicht gelangweilt,…) einigte man sich darauf, in aller Ruhe Turrón zu essen, Kaffee zu trinken und über Weihnachten in Spanien aufgeklärt zu werden. Schön und gut.
Da ich keinen Kaffee mag, bekam ich erst mal Whiskey, was lustig machte, aber im Grunde noch müder. Die beiden anderen begannen, sich über spanisches Weihnachtsgebäck auszulassen: Das sei ja viel zu süß und ach, Kokosbällchen? Bolitos de coco? Nee, damit könnte man ja gar nichts anfangen. Im Übrigen war das Turrón leider von den Putzfrauen vernichtet worden und die Polvorones waren auch nicht mehr vorrätig.
Wie gut, dass noch ein Stück echt deutscher Stollen da war. Mit einer Weihnachts-CD, die ein amerikanischer Gast da gelassen hatte und die uns bald voll mit klebrigen Liedern à la Silent Night schnulzte, einer Kerze und unserem Stück Stollen wurden wir dann doch noch glücklich.
Aber wir versprechen: An Silvester werden wir – fast wie echte Spanier – 12 Weintrauben pro Glockenschlag hinunterwürgen und garantiert rote Unterwäsche tragen. Schließlich bringt das Glück und macht, anders als spanisches Weihnachtsgebäck, nicht dick!

